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Elektronisch unterstütztes HR Management

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Dimensionen

Auf dem Weg zum vollausgebauten e-HR können mehrere Stufen durchlaufen werden. Stets gilt es jedoch, HR-Sachbearbeiter von administrativen Aufgaben zu entlasten, andere Aufgabenbereiche möglichst wirkungsvoll zu unterstützen oder diese zu vereinfachen. Zugleich sollen die Informationsqualität und das Dienstleistungsangebot verbessert werden. Damit ergeben sich nicht nur für die HR-Abteilungen, sondern auch für alle HR-Kunden spürbare Vorteile.

Die verschiedenen Stufen unterscheiden sich hinsichtlich der unterstützten Funktionalität. Manche Projekte starten auf mehreren Ebenen gleichzeitig, während sich andere auf nur eine konzentrieren. Welche Stufe man zu realisieren versucht, hängt vor allem vom aktuellen Status, aber auch vom zur Verfügung stehenden Budget und Zeitrahmen ab. Jede höhere Stufe bringt mehr Komplexität, höhere Kosten, eine längere Implementierungszeit und mehr Verantwortung für den Benutzer. Gleichzeitig steigt aber auch der Nutzen. Abbildung 2 beschreibt den jeweiligen Nutzen der verschiedenen Dimensionen von e-HR.


Dimension / Ausprägung


Beschreibung


Nutzen

Business Prozesse Standardisiert
  • Alle Prozesse wurden über Abteilungen und
    eventuell sogar über Länder hinweg standardisiert.
  • Sie laufen überall gleich ab.
  • Jeder Prozeß läuft jedes Mal auf die gleiche Weise ab.
  • Prozesse können einfacher dokumentiert und geschult werden. Eine Zertifizierung (z.B. nach ISO) ist möglich.
  • Prozesse können verfolgt und kontrolliert werden und sind messbar.
  • Prozesse sind für die Einführung von Workflow vorbereitet.
Optimiert
  • Der Prozeßfluß ist optimal gestaltet und involviert nur die wirklich notwendigen Instanzen.
  • Eventuell wurde eine Prozeßneugestaltung (Business Process Re-Engineering, BPR) durchgeführt.
  • Es gibt keine Schleifen oder unnötigen Rückflüsse im Prozeßablauf.
  • Prozesse laufen einfacher und effizienter ab.
  • Weniger HR Mitarbeiter sind bei der Bearbeitung eingebunden.
  • Die Kunden sind zufriedener, da Ergebnisse schneller erreicht werden.
Web (Internet und Intranet) Publikation von statischen Inhalten
  • HR Standards und Richtlinien sind publiziert und können von jedem Mitarbeiter auf einfache Weise eingesehen werden.
  • Die Informationsverteilung erfolgt ähnlich dem traditionellen Verfahren via Video oder Druck.
  • Es wird ausschließlich reines Lesen aber keine Interaktion unterstützt.
  • Die Publikation und Aktualisierung der Inhalte ist viel einfacher.
  • Das Suchen von Informationen für den Benutzer wird viel einfacher.
  • Es stehen stets die aktuellsten Informationen zur Verfügung.
Interaktion
  • Einfaches, interaktives Arbeiten mit den publizierten Inhalten ist möglich:
    Formblätter können runtergeladen werden, Kursanmeldungen und Umfragen werden on-line durchgeführt, Gehaltsplanung ist web-gestützt.
  • Meist kommen erste Sicherheitsvorkehrungen zum Einsatz.
  • Manuelles Bearbeiten von einfachen Anfragen entfällt – HR-Kunden führen diese selbständig on-line durch, ohne HR zu involvieren.
  • Anfragen werden einfacher.
  • Bei HR und den HR-Kunden wird Zeit eingespart.
Transaktion
  • HR Prozesse können per Selbstbedienung gestartet und abgearbeitet werden:
    Manager und Mitarbeiter können direkt von ihrem Computer oder von Kiosk-Stationen aus Transaktionen starten, die dann automatisch durch die Firma geroutet werden (Workflow). Papierformblätter entfallen. Daten kommen direkt aus dem HR (ERP) System und werden bei Prozeßabschluß dort automatisch aktualisiert.
  • Einfache Prozesse laufen automatisch ab.
  • Komplexe Prozesse werden via Workflow durch Systeme unterstützt.
  • Die Effizienz und Effektivität steigen.
  • Die Datenqualität und
    –aktualität steigen.
HR Portal

Manager Desktop

  • In einem HR Portal werden alle für HR wichtigen Informationsquellen vereinigt und lassen sich von diesem auf einfache Weise ansprechen. Dies schließt den einfachen Zugang zu allen vorhandenen Web-Applikationen ein.
  • Der Manager Desktop stellt alle für den Manager zur Entscheidungsunterstützung wichtigen Informationen (eventuell aus verschiedenen Systemen) auf einer Oberfläche zur Verfügung. Es werden Analysen und Szenarioplanungen angeboten.
  • Beide Portale lassen sich personalisieren, so daß ein Mitarbeiter immer genau die Informationen sieht, die für ihn wichtig sind.
  • One-stop Shopping für alle HR Informationen und Applikationen wird möglich.
  • Es kann einfacher und schneller auf Informationen zugegriffen werden. Die eigenen Daten und die der eigenen Abteilung stehen direkt zur Verfügung.
  • Standardreports können direkt abgerufen werden, ohne HR als Mittelsmann anrufen zu müssen.
  • Transparentere Entscheidungsfindung wird möglich, und Management-Unterstützung im Sinne eines Executive Information System (EIS) wird bereitgestellt.
Workflow

 

  • Die optimierten und standardisierten Prozesse werden mit Hilfe eines Systems abgebildet und im Anschluß von dort gesteuert. Eine Beförderung, die beispielsweise die Zustimmung von einer höheren Managementstufe verlangt, wird automatisch über das Netzwerk an diese gesendet und kann direkt am Computer bearbeitet werden.
  • Papier wird als Informationsträger eliminiert.
  • Prozeßabläufe werden automatisiert und damit effizienter und effektiver.
  • Die Fehleranfälligkeit sinkt.
Call Center

 

  • Auskünfte und Hinweise werden von einem erfahrenen Team übernommen, das über eine zentrale Telefonnummer ständig erreichbar ist.
  • Die Call Center-Mitarbeiter verfügen über den Zugriff auf alle relevanten HR Systeme und können so den Anrufer optimal beraten bzw. Daten für ihn ändern oder Transaktionen starten.
  • Ein Call Center-System ist für das Routing innerhalb des Call Centers sowie für die Anrufverfolgung und eventuell sogar den automatischen Link zum entsprechenden Datensatz im HR System zuständig. In dieser fortschrittlichen Ausprägung entspricht das Call Center-System dann einem CRM (Customer Relationship Management) System.
  • Know-How wird konzentriert und kann damit besser eingesetzt werden.
  • Im Call Center können Probleme vom Generalisten, der einen Anruf annimmt, bis zum Spezialisten eskaliert werden, der sich detailliert mit seiner Lösung auseinandersetzt.
  • Die Service- und Datenqualität steigen.
  • HR wird von stetig wiederkehrenden Aufgaben und Anfragen entlastet und kann sich auf höherwertige Aufgaben konzentrieren.

Abbildung 2:
Dimensionen von e-HR im Detail

Bei den meisten mittelgroßen und Großunternehmen sind heute im Schnitt nur wenige der Dimensionen von e-HR voll realisiert. Abbildung 3 stellt einen Vergleich zwischen derzeitigem und geplantem Stand dar. Es wird jedoch deutlich, daß die meisten Unternehmen planen, innerhalb von 2 Jahren diese Dimensionen möglichst vollständig auszuschöpfen.
 

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Abbildung 3:
Der e-HR-Faktor heute und in 2 Jahren (nach Beck/Hennekeuser)


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